皮拉特尔一边竖起大拇指测试风向,一边说气球一会儿将上升,随风而行,当里面的空气冷却下来时,它才会下沉。一只海鸥在离筐很近的地方尖叫。还不行,皮拉特尔喊着,还不行。还不行。好了!他一手揪住高斯的衣领,一手揪着他的头发,一下子把他从筐底拉起来。
远方起伏的陆地,深凹的地平线和连绵的山岭,半隐在云雾间。向上张望的人群围绕在仍燃烧着的火焰周围,脸庞细微小巧。旁边是城里各样的屋顶,烟雾在烟囱周围萦绕。道路蜿蜒穿过绿地,上面有一头昆虫大小的毛驴。高斯抓紧筐边,直到闭嘴时才意识到:原来自己一直都在喊叫,从未停下来。
上帝眼中的世界,就是这样的。皮拉特尔说。
他想要回应点什么,但发不出声来。气流使劲摇晃着他们,那是怎样的力量啊!还有太阳,为什么在这上面会如此耀眼? 他的双眼生疼,却没有办法闭眼。还有空间本身:任意两点之间都有一条直线,从这个屋顶,到这朵云,到太阳,再回到屋顶。点成线,线成面,面成体。但事实却不是这样。空间是弯的,略微弯曲,从这上面几乎能看到它。他感觉到皮拉特尔的手正放在他的肩膀上。永远不再下降,再向上,直到脚下没有陆地。有朝一日人类将会做到。到了那时,每个人都会飞翔,而且再平常不过。可是,到那时他已经长眠于大地。他激动地注视着太阳,光线变幻不停。黄昏如雾霭一般,顺着尚还明亮的天空,蒸腾而上。最后几道炙焰褪去,地平线染上了红色,太阳消失不见,星辰浮现。
丈量世界 / Die Vermessung der Welt
丹尼尔·凯曼 / Daniel Kehlmann
文泽尔 译
Pilâtre hob den Daumen, um die Windrichtung zu prüfen. Der Ballon würde steigen, dann treiben, wohin der Wind wollte, dann wieder sinken, wenn die Luft in ihm abkühlte. Eine Möwe schrie ganz nahe am Korb. Noch nicht, rief Pilâtre, noch nicht. Noch nicht. Jetzt! Und halb am Kragen, halb an den Haaren riß er Gauß empor.
Das in die Ferne gekrümmte Land. Der tiefe Horizont, die Hügelkuppen, halb aufgelöst im Dunst. Die heraufstarrenden Menschen, winzige Gesichter um das noch brennende Feuer, daneben die Dächer der Stadt. Rauchwölkchen, festgesteckt an Schornsteinen. Ein Weg schlängelte sich durch das Grün, darauf ein insektenkleiner Esel. Gauß klammerte sich an den Korbrand, und erst als er den Mund zumachte, wurde ihm klar, daß er die ganze Zeit geschrien hatte.
So sieht Gott die Welt, sagte Pilâtre.
Er wollte antworten, aber er hatte keine Stimme mehr. Mit welcher Kraft die Luft sie schüttelte! Und die Sonne – warum so viel heller hier oben? Seine Augen taten weh, aber er konnte sie nicht schließen. Und der Raum selbst: eine Gerade von jedem Punkt zu jedem, von diesem Dach zu dieser Wolke, zur Sonne, zum Dach zurück. Aus Punkten Linien, aus Linien Flächen und aus Flächen Körper, doch damit war es nicht getan. Seine feine Biegung, von hier oben war sie fast zu sehen. Er spürte Pilâtres Hand auf seiner Schulter. Nie mehr hinab. Hinauf und weiter hinauf, bis kein Land mehr unter ihnen wäre. Eines Tages würden das Menschen erleben. Dann würde jeder fliegen, als wäre es normal, aber dann würde er tot sein. Er spähte aufgeregt in die Sonne, das Licht veränderte sich. Die Dämmerung schien wie Nebel in den noch hellen Himmel zu steigen. Ein paar letzte Flammen, das Rot am Horizont, dann keine Sonne mehr, dann die Sterne. Drunten ging es nie so schnell.
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